Lounge Talk 2.0: Bombastische Exponate und absurde Geschichten!

Trotz strömendem Regen fand sich am Donnerstagabend eine kleine Gruppe zu unserem 2. Lounge Talk zusammen und diskutierte mit uns über die Zukunft der Dauerausstellung des Schloss Rosensteins.

IMAG5524Während beim ersten Lounge Talk verschiedene Altersstufen vertreten waren und die meisten treue Besucher des Naturkundemuseums sind, war es bei der zweiten Runde fast schon eine Expertenrunde: von der Studentin bis zur Lehrerin, vom ehemaligen Mitarbeiter bis zum fleißigen Nutzer der Bildungsangebote des Museums, von einer Expertin für Digitales bis zur Ausstellungsgestalterin. Schön war, dass die Teilnehmer alle einen unterschiedlichen Bezug zum Museum hatten und während die einen auch schon beruflich damit verbunden waren, kannte eine Person das Museum bisher nur aus dem Internet. Eines jedoch hatten sie auch dieses Mal wieder gemeinsam – das Interesse an unserem Museum und den Wunsch dieses mitzugestalten!

Nach einem kurzen Blick in die Vergangenheit, schauten wir uns die Gegenwart an, um über die Zukunft sprechen zu können. Auch bei diesem Lounge Talk machten sich die Teilnehmer zu den Fragen „Was macht eine gute Dauerausstellung aus?“ und „Wie digital muss ein Museum in Zukunft sein?“ ihre Gedanken und notierten weitere Ideen und Wünsche.

klare botschaften.jpgWas macht also eine gute Dauerausstellung aus? Es fielen Schlagworte wie “Barrierefreiheit”, “für alle Altersstufen” und “viele Originale”. Verschiedene Sichtweisen und Wünsche trugen zu einer regen Diskussion bei, wobei wir uns auch über Grundsatzfragen, die Rolle des Naturkundemuseums und zentrale Botschaften unterhielten. “Klare Botschaften” machen eine gute Dauerausstellung aus, steht auf einem weiteren Zettel. „Was also möchten Sie vom Besuch des Naturkundemuseums mit nach Hause nehmen?“, fragte Ulrich Schmid, der stellvertretende Direktor und Leiter der Abteilung Bildung und Öffentlichkeitsarbeit in die Runde. – Dass die Natur vielfältig und komplex ist und dass sie dennoch eine Gesamtheit darstellt, in der alles miteinander verbunden ist, so die Antwort aus der Gruppe.

Gewünscht sind „Bombastische Exponate … und absurde Geschichten!“, die den Besucher in seinen Bann ziehen. Es soll nicht nur auf der Oberfläche gesurft werden, sondern der Besucher soll in die Tiefe eintauchen können. Die Teilnehmer wünschen sich ein Eintauchen in ganze Lebenswelten und wollen diese mit verschiedenen Sinnen und aus verschiedenen Blickwinkeln erleben. Auch im Gespräch wurden Ideen weitergesponnen: vom begehbaren Zellkern bis zur interaktiven Kuhmelk-Station.

Aber auch Befürchtungen wurden ausgesprochen –  so fürchtet mancher, dass der Einsatz digitaler Medien zu sehr im Vordergrund stehen könnte. Als Unterstützung und Begleitung, um sich in ein Thema zu vertiefen oder um aktuelle Themen in die Ausstellung zu integrieren, werden digitale Medien jedoch befürwortet. Der Wunsch auf Aktuelles einzugehen, wurde dabei mehrfach geäußert, und auch hier wurde das Potenzial digitaler Medien deutlich.

dioramenEine Eigenschaft des Museums wurde außerdem klar herausgestellt: Das Museum ist ein dreidimensionaler Ort und bietet viele Gestaltungsmöglichkeiten!

Zahlreiche Post Its mit Anregungen wurden auch aus dieser Runde mitgenommen. Im nächsten Schritt wird sich das Ausstellungsteam mit den Wünschen der Besucher und Kollegen auseinandersetzen. Der nächste große Schritt ist die Erarbeitung eines inhaltlichen Grobkonzepts. Anfang 2018 sind Sie wieder gefragt – dann werden wir wieder zu Lounge Talks einladen!

 

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